Die Geschichte

Der Hanf gehört zur ältesten Heil- und Nutzpflanze der Welt. Die Spuren der Hanfpflanze reichen bis ins alte China. Er gehörte damals schon zur wichtigsten Rohstoffquelle. Man schätzte schon früh die nahezu unzerstörbaren Fasern der Hanfpflanzen und verwendete sie bereits 2.800 v. Chr. zur Herstellung der ersten Seile der Welt. Aber auch für die Herstellung von Ölprodukten, Papier, Nahrungsmittel und als Medizin wurde der Hanf schon früh geschätzt. Der chinesische Kaiser Shen Nung beschreibt Hanf als Heilmittel und empfiehlt es für Rheuma, Gicht, Malaria und Verstopfungen.

Der früheste Fund in Europa liegt ungefähr 5.500 v. Chr. zurück.  Um das Jahr 100v.Chr. wird in China das erste Hanfpapier hergestellt und die Erzeugung als strenges Geheimnis gehütet.

800 n.Chr. wurde von Kaiser Karl der Große das erste Hanfgesetz verordnet. In Europa wurde man gesetzlich verpflichtet Hanf anzubauen

Hildegard von Bingen (1098-1179) war eine berühmte Naturforscherin und lobte den Hanf für seine einzigartige Heilkraft gegen Magenbeschwerden und fertigte ein Tuch aus Hanf zur Wundbehandlung an

Im 13. Jahrhundert fand der Hanf einen weiteren Weg über Spanien nach Europa. Die erste Papiermühle wurde in  Nürnberg (Deutschland) errichtet.

Hanf im 18. Und 19. Jahrhundert

1793 wurde eine Baumwollmaschine namens „Cotton Gin“ erfunden. Dadurch konnte Baumwolle billig produziert werden.

Dur die Erfindungen der Maschinen wurde der Hanf durch seine Arbeitsintensive Verarbeitung verdräng. Wo früher regelrechte Kriege wegen Hanf stadtfanden, fällt dieser jetzt der Mechanisierung zum Opfer. Auch für Papier konnte ein billigerer Rohstoff gefunden werden. Das damals kostenlose, massenhafte Holz der groß vorgekommenen Wälder.

Auch im 18, und 19. Jahrhundert war Hanf ein Arzneimittel. Der Arzt Van Swieten behandelte mit Hanf Maria Theresia´s (1717-1780) Schlafstörungen

Hanf im 20. Jahrhundert

In den USA werden Kampagnen gegen Hanf geführt.

Hanf wird als gefährliche Droge verteufelt und die Hetzjagd gegen Hanf beginnt. Führer der Hetzjagd war Harry Aslinger. Der Hanf war für viele Menschen, die im Wirtschaftlichen Bereich arbeiten, ein Nachteil, denn das würde bedeuten, dass die Holz und Textilindustrie durch den Hanf in den Hintergrund gedrängt wird. Da war klar: Die führenden Unternehmer wollen ein striktes Hanfverbot. Durch das Hanfverbot bietet sich die Möglichkeit, mehr Profit zu erlangen. Somit begannen die Menschen, den Hanf zu verteufeln und Gerüchte zu verbreiten. Ebenso wurden die damals prodozierten Hanfprodukte verteufelt. 1934 wurde die erste Cannabis Studie durchgeführt die aber für die „Anti Cannabis Verfechter“ irrelevant war und die Hetzkampagnen gehen weiter.

Durch die ständigen Fortschritte in der Pharmaindustrie verlor auch der Hanf seine führende Stellung als Medikament.

1941 entwickelte Henry Ford, einer der sich von der Hetzkampagne nicht anstecken ließ, ein Auto aus Hanf. Die Karosserie, Innenausstattung, Amateuren und sogar der Treibstoff war aus Hanf.

Als während des 2. Weltkriegs die Rohstoffe wieder knapp wurden, wurde der Hanf legalisiert. Hanfsamen wurden an die Bauern verteilt und verpflichtet diese anzubauen. Mit Hanfblätter wurden damals Kriegsverletzungen behandelt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Hanf wieder in den Hintergrund gedrängt, und von Holz und Baumwolle abgelöst.

1973 dann die Wiederentdeckung der Hanfpflanze
Ein Cannabislegalisierungskämpfer nahm seinen Freund Jack Herer zu einer Demonstration „für den Hanf“ mit. Als er erkannte, was alles aus der Hanfpflanze prodoziert werden kann, war er begeistert und überzeugt „Die Hanfpflanze kann die Welt retten“ Er schreibt ein Buch und setzte sich für die Legalisierung des Hanfs ein. Sein bekanntes Buch „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“

Zitat von der Umschlagseite seines Buches.

Wenn sowohl alle fossilen Brennstoffe und deren Abkömmlinge, als auch Bäume für Papier und Verarbeitung verbotene Stoffewerden, im Sinne die Erde zu schützen, den Treibhauseffektzu reduzieren und die Entwaldungzu stoppen; dann gibt es letztendlich nur eine bekannte jährliche Erneuerungsresource in der Natur, die imstande ist den Großteil der bedürftigen Mengen an Papierund Textilienbereitzustellen. Begegne allen Beförderungen und Transporten der Welt, industriellen und heimischen Energiebedarf, während zur gleichen Zeit die Umweltverschmutzung sinkt, die Erde wiederaufgebaut wird und die Atmosphäre bereinigt wird, alles zur selben Zeit…und dieses Material ist – wie die ganze Zeit schon – Cannabishanf…Marihuana!

Hanf Heute

Mit dem EU-Beitritt 1995 wurde Hanf (THC Wert unter 0,3%) wieder legalisiert. Das Thema Hanf ist eine zweispaltige Angelegenheit.
Die Nachfrage ist riesig, doch eine komplette Legalisierung ist fraglich. In der Wirtschaftist Hanf äußerst vielseitig einsetzbar und wird wegen seiner hohen Haltbarkeit, Umweltverträglichkeitund niedrigen Energiebilanzgeschätzt. Der Hanf hat sehr viele Vorteile und wenige bis gar keine Nachteile.